ZUSAMMENFASSUNG:

Die Schachtsicherung fuer den Bau des Krafthausschachtes des Kraftwerkes Alberschwende in Österreich, in einem geologisch auβerst schwierigen Steilhang, stellte eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Durch die Wahl der Sicherungsmaβnahmen beim Aushub des Krafthausschachtes gelang es, das Grenzgleichgewicht des Hanges zu erhalten. Laufende baubegleitende Kontrollen des Verformungs- und Belastungsverhaltens der Schachtsicherung bestatigten die Richtigkeit der Planung und Ausfuehrung der gewahlten Lösung.

ABSTRACT:

The construction of the powerhouse shaft for the power plant Alberschwende/ Austria in an extremely difficult geological formation in a steep slope was a very demanding task. The aim to conserve the stability of the slope could be reached by the chosen supporting measures for the excavation of the shaft. Continuous controls of the deformation and loading behaviour of the lining in the shaft during the construction phases had proofed the right decision for design and- construction method.

RESUME:

Le blindage du puits de prise lors de la construction de la centrale Alberschwende/ Autriche, situee dans un terrain en pente à configuration geologique extrêmement difficile, constituait une tache très exigeante. Les mesures de protection prises lors des travaux d'excavation pour la realisation du puits, ont permis de maintenir la stabilite de la pente. Des contrôles permanents du blindage du puits quant à sa tenue à la deformation et à la charge, effectues tout au cours de la duree de construction, ont confirme la justesse de la solution choisie pur l'etude et la construction.

Das 1992 fertiggestellte Kraftwerk Alberschwende der Vorarlberger Kraftwerke liegt im Bregenzerwald in Vorarlberg und nutzt die Gefallsstufe der Bregenzerach vom bestehenden Kraftwerk. Andelsbuch bis ins Gemeindegebiet von Alberschwende. Aus Landschaftsschutzgruenden wurde das urspruenglich freistehend gedachte Krafthaus in einen von der Bregenzerach steil ansteigenden Hang verlegt und als 23 m tiefes Schachtkrafthaus errichtet. Die vorherrschenden geologischen Verhaltnisse machten die Lösung einer schwierigen Bauaufgabe notwendig. Von frueheren Baumaβnahmen war bekannt, daS der anstehende, tief verwitterte und entkalkte Mergel nur eine geringe Scherfestigkeit aufweist, welche bereits bei kleiner Bewegung auf eine noch geringere Restscherfestigkeit absinkt. Die Bohrkerne gaben nur geringen Aufschluβ; nur mit muehe war der Übergang von der Überlagerung zum festen Gebirge festzustellen. Um den Schacht sicher abteufen zu können, wurden mehrere Lösungsvarianten untersucht (siehe Abb. 1): An eine Sicherung mit Anker und Spritzbeton war nicht zu denken. Wie die Erfahrung mit einem in unmittelbarer Nahe geschaffenen Voreinschnitt fuer den Lorenastollen zeigte, ergab der aufgelockerte Mergel mit dem Spritzbeton keine Verbundwirkung und die zeitgerechte Funktionstuechtigkeit der Vorspannanker muβte in zweifel gezogen werden. Die erzielbare Stuetzkraft bei nur geringen zulassigen Bewegungen ware nicht ausreichend gewesen. Eine geschlossene Bohrpfahlwand hatte groβe pfahldurchmesser erfordert und erhebliche Kosten verursacht, so daβ sie zuguns ten der dann ausgefuehrten Variante verworfen wurde. Der Grundgedanke der Ausfuehrungsvariante war, das Schachtkrafthaus im Schutze eines Stuetzgewölbes - ahnlich der Auskleidung eines Stollens - zu errichten. Dieses Stuetzgewölbe wurde von oben nach unten abschnittsweise erstellt und schlieβlich Bestandteil des endgueltigen Bauwerkes (siehe Abb. 2). Um beim Bau der Unterwasserfuehrung des Krafthauses umfangreiche Schramarbeiten zu vermeiden,wurde das Stuetzgewölbe zur Bregenzerach hin offen gelassen, so daβ, im Grundriβ geehen, ein Hufeisenprofil entstand. Um die Krafte in die Vorschuettung abtragen zu können, wurden die Enden des Stuetzgewölbes verbreitert. Wichtig erschien, die Standsicherheit des gesamten Hanges durch die Baumaβnahmen nicht zu verandern. Dies wurde dadurch erreicht, daβ der Materialaushub durch eine entsprechende Vorschuettung am Hangfuβ kompensiert wurde (siehe Abb. 3).

This content is only available via PDF.
You can access this article if you purchase or spend a download.